22. März
Internationaler Tag des WassersSchon seit 1993 findet jedes Jahr am 22. März der Weltwassertag statt. Das Datum hat dabei keine besondere Bedeutung, es wurde einfach von der UN-Generalversammlung beschlossen. Umso größer ist allerdings die Bedeutung von Wasser und der Zugang dazu. Mit dem internationalen Tag des Wassers möchte man diese einerseits unterstreichen und andererseits auch darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Ressource ist – und wie ungleich der Zugang zu ihr verteilt ist.

Unser Wasser in Zahlen
In Österreich verbraucht jeder Mensch täglich zwischen 130 und 135 Liter Trinkwasser. Der größte Anteil entfällt auf die Dusche und die Toilettenspülung – insgesamt sind das schon fast 80 Liter täglich. Wäsche waschen (15 Liter), Geschirrspülen (6 Liter), Körperpflege (10 bis 20 Liter) und Putzen (5 Liter) fallen am meisten ins Gewicht. Zum Kochen und Trinken verwenden wir lediglich 1,5 bis 3 Liter. Warum das so ist, weiß man nicht, aber in Wien liegt der durchschnittliche Verbrauch mit ca. 150 Litern pro Person etwas höher als im Rest Österreichs.
Neben dem direkten Verbrauch gibt es auch noch sogenanntes virtuelles Wasser. Dabei handelt es sich um jenes Wasser, das in die Produktion von Lebensmitteln, Kleidern und Co. fließt. Nach Schätzungen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) lag der schon vor fünf Jahren bei 4.700 Litern täglich – pro Kopf.

Woher kommt unser Wasser?
Österreich ist eines der wasserreichsten Länder Europas. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir 100 Prozent unseres Wasserbedarfs durch Grund- und Quellwasser decken können. Anders als in anderen Ländern kommt aus dem Wasserhahn Trinkwasser. Das haben wir unter anderem der Geologie unseres Landes zu verdanken. Die Alpen sorgen wie ein natürlicher Filter dafür, dass das Wasser frei von Verunreinigungen, gleichzeitig aber mit wichtigen Mineralien angereichert ist. Strenge Gesetze und Schutzzonen helfen dabei, diesen Schatz zu bewahren. Selbst 99 Prozent unserer Seen haben Trinkwasserqualität.

Einer der Hauptlieferanten für das Wiener Trinkwasser, ist die Region rund um den Knappenhof. Das hauptsächlich aus der Kaiserbrunnquelle im Höllental stammende Wasser fließt schon seit Ende des 19. Jahrhunderts durch die I. Wiener Hochquellenleitung in die Hauptstadt. Hier entspringen täglich zwischen 10.000 und 15.000 Kubikmeter Wasser pro Tag – das entspricht 10 bis 15 Millionen Litern. Wer in unserem Pool schwimmt, tut das quasi direkt an der Quelle. Apropos Quelle: Ganz in der Nähe vom Knappenhof beginnt der Wasserleitungsweg. Auf ihm können Sie dem Wasser in mehreren Etappen auf seinem Weg in die Hauptstadt folgen. Zusätzlich bietet das Wasserleitungsmuseum in Kaiserbrunn spannende Einblicke in die Geschichte der Wasserversorgung.
Unser wertvollstes Gut
Wir sind uns der Bedeutung dieses natürlichen Schatzes auch abseits des Weltwassertages sehr bewusst und tun in unserem täglichen Handeln alles dafür, den Verbrauch zu reduzieren. Dazu gehört unter anderem, dass wir die Lebensmittel für die Küche aus der Region beziehen und saisonal verfügbare Produkte nutzen. So helfen wir dabei mit, virtuelles Wasser zu sparen. Importierte Lebensmittel, zum Beispiel Tomaten aus Spanien, müssen bewässert werden. Sie entziehen dadurch der lokalen Bevölkerung und der Umwelt das ohnehin oft knappe Gut.
Wer möchte, kann auch Zuhause mit einfachen Maßnahmen Wasser sparen:
- Duschen statt baden
- Wassersparende Duschköpfe anbringen
- Wasser beim Einseifen oder Zähneputzen abdrehen
- Pflanzen in den Morgen- oder Abendstunden gießen
- Regenwasser für den Garten nutzen
- Geschirrspüler und Waschmaschine nur voll einschalten
- Tropfende Hähne richten lassen
- Die WC-Spartaste nutzen
- Obst und Gemüse in einer großen Schüssel waschen

Wasser
am Knappenhof



Laut UN-Weltwasserbericht leidet mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung zumindest saisonal unter akutem Wassermangel. 4,4 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Grund genug, besonders achtsam mit dem umzugehen, was wir haben! Wer möchte, kann zudem Wasserprojekte von seriösen Organisationen wie der Kinderhilfsorganisation UNICEF unterstützen.



