EN
+43 2666 53 633
reception@knappenhof.at

Sommerfrische in Österreich

Auf den Spuren des Adels

Wenn während der Sommermonate die Sonne vom Himmel scheint, freut uns das zwar meistens. Doch gleichzeitig bringt sie Hitze mit sich, die sich vor allem in den Städten bemerkbar macht und so ganz ohne Möglichkeit zur Abkühlung unangenehme Begleiterscheinungen haben kann. Was man dagegen tun kann? Sommerfrische in Österreich - auf den Spuren des Adels!

Mit der Familie auf Sommerfrische

Erzherzog Carl Ludwig macht Urlaub

Wir schreiben den Sommer 1866. Es ist kein besonders heißer Sommer in Wien. Die Tagestemperaturen liegen im Juli so um die 25 Grad. Tropennächte gibt es nicht, ganz anders als 1859. Damals waren der Juli und August in weiten Teilen Europas außergewöhnlich heiß. Mehrere Tage lang kletterte das Quecksilber im Thermometer auf über 35 °C, die Bauern hatten Dürre und mit ihr zusammenhängend Ernteausfälle zu beklagen. Trotz des eigentlich recht angenehmen Wetters auch in der Stadt begibt sich Erzherzog Carl Ludwig auf Sommerfrische an den Semmering.

Von unbekannter Fotograf - royaltyguide.nl, PD-alt-100, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=3113795

War er die Jahre davor gekommen, um der drückenden Hitze und den schlechten hygienischen Bedingungen in der Stadt kurzzeitig zu entfliehen, diente der Sommer 1866 vor allem der Erholung. Schließlich galt es, über den verlorenen Krieg gegen Preußen während der Schlacht von Königgrätz hinwegzukommen. Dass sich die Monarchie von diesem Schlag nicht mehr erholen würde, ahnte er damals noch ebenso wenig wie die Tatsache, dass sein Enkel Kaiser Karl I. in seinem Sommeranwesen rund 50 Jahre später seinen Verzicht auf Regierungsgeschäfte unterschreiben und damit das Ende der Monarchie besiegeln würde.

Sommerfrische in Österreich

Bis es jedoch soweit war, genoss der Erzherzog die frischen Temperaturen in den Bergen. Als einer der ersten hochrangigen Habsburger hatte er den Semmering bereits salonfähig gemacht; die erleichterte Anreise mit der Semmeringbahn, die 1854 feierlich eröffnet wurde, tat ihr Übriges dazu, auch Kunstschaffende und Intellektuelle anzulocken. Arthur Schnitzler, Alma Mahler, Sigmund Freud und Stefan Zweig wurden zu regelmäßigen Gästen - und mit ihnen die gesamte High Society - damals wohl noch eher "Schickeria" genannt.

Seinen 33. Geburtstag Ende Juli dürfte er in kleinerem Kreis gefeiert haben, schließlich war auch das Verhältnis mit seinem Bruder ohnehin eher respektvoll als herzlich und der Kaiser dafür bekannt, seine Sommerfrische lieber in der Kaiservilla in Bad Ischl zu verbringen. Dabei gab es auch am Semmering jede Menge wunderschöner Bauwerke, von denen bis heute viele erhalten geblieben sind.

Reproduction by Photoglob AG, Zürich, Switzerland or Detroit Publishing Company, Detroit, Michigan

Spaziergang durch die Geschichte

Besonders bedeutend ist die Villa Wartholz in Reichenau an der Rax, Erzherzog Carl Ludwigs Sommerresidenz. 1872 fertig gestellt, war für den Bau der berühmte Wiener Ringstraßenarchitekt Heinrich von Ferstel verantwortlich. Der Mann, der zum Beispiel auch die Votivkirche entwarf, vereinte in der Villa Wartholz neoromanische und neogotische Elemente, ohne auf die Funktion zu vergessen, die das Gebäude erfüllen sollte: ein Jagdschloss zu sein. Tatsächlich wurde die Villa im Laufe der Jahre zu einer Art gesellschaftlichem Zentrum der Monarchie außerhalb Wiens. Bis heute genießen Besuchende des Schlosses regelmäßige Kulturveranstaltungen, doch auch die Schlossgärtnerei, das Restaurant und Café laden zu einem Besuch.

Die Villa Schönthaler öffnete 1882 ihre Pforten. Sie ist die älteste klassische Villa am Semmering und anders als die Villa Wartholz kein schlossartiges Anwesen. Beeindruckend ist sie dennoch. Gelegen an der Semmering-Passstraße befindet sie sich im historischen Zentrum des Kurorts und war zunächst Sommerresidenz für die Familie des k.u.k Hofbildhauers Schönthaler. Aktuell dient das Anwesen, das stilprägend für die gesamte Region war, als Veranstaltungsort.

Totale weit weck vom Hotel & Restaurant Knappenhof

Villen am Semmering

1904 begrüßte die Villa Antoinette am Semmering erstmals Pensionsgäste. Architekt Franz von Neumann bediente sich klassischer Elemente des bereits etablierten Semmering-Heimatstils. Man denke an ein geschweiftes Satteldach und Bruchsteinsockel. Das denkmalgeschützte Ferienhaus empfängt bis heute Gäste.

Am Fuße der Rax, oberhalb von Reichenau und mit beeindruckendem Blick ins Tal, eröffnete schließlich 1908 Camillo Kronich seinen Knappenhof. Der "Raxkönig" setzte den bereits etablierten riesigen Hotels wie dem Südbahnhotel und dem Panhans, mit seinem kleinen Haus einen Ort entgegen, an dem sich jene wohlfühlten, die die Gegend genauso liebten wie er. Vielleicht war es sogar Kronich, der das Konzept des Boutique Hotels in Wirklichkeit erfand - rund 80 Jahre, bevor es diesen Begriff überhaupt gab.

Außenansicht Detail von Hotel & Restaurant Knappenhof mit Bäumen im Vordergrund

Unser Tipp!

Gäste, die Kultur und Geschichte hautnah erleben möchten, können sich auf eine geführte Tour auf den Spuren der klassischen Sommerfrische in Österreich begeben. Erfahrene Guides zeigen die Originalschauplätze und Juwelen der Region. Als perfekte Homebase dafür eignet sich der Knappenhof, selbst Teil des Schatzes am Semmering.

Buchen Sie noch heute Ihre Auszeit am Knappenhof!