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Sehenswürdigkeiten

rund um den Knappenhof

Eigentlich sorgt ja schon die Lage des Hotels dafür, dass jeder Blick aus dem Fenster eine Art Sightseeing-Erlebnis ist. Die umliegende Natur sorgt für immer neue Eindrücke und Ausblicke, etwa durch sich verändernde Lichtverhältnisse und den Wechsel der Jahreszeiten. Von Bergen, auf die die Sonne spannende Schattenmuster malt über den funkelnden Pool und die kleine Kirche bis hin zur weitläufigen Wiese rund um den Knappenhof, gesprenkelt von bunten Blumen, reicht das Staunen. Doch auch vor den Türen des ikonischen Hauses am Fuße der Rax gibt es allerhand zu entdecken.

Kalte Rinne Viadukt, © C.Stadler/Bwag; CC-BY-SA-4.0

Das Huthaus

Nur wenige Schritte vom Knappenhof entfernt, direkt am Beginn des Törlweg, liegt das Huthaus. Es handelt sich dabei um ein steinernes Gebäude, das seit 250 Jahren an Ort und Stelle ist. Einst als Aufenthaltsgebäude für die Bergknappen vom Stift Neuberg an der Mürz erbaut, ist es seit 2013 in Privatbesitz. Während der Blütezeit des Bergbaus, etwa zwischen 1750 und 1880, machten die Arbeiter hier Rast von der beschwerlichen Arbeit des Eisen-, Kupfer-, Silber- und Goldabbaus am sogenannten Knappenberg. Huthäuser waren aber noch so viel mehr. Es handelte sich bei ihnen um Verwaltungsgebäude, in denen die Bergleute auch beteten, ihr Werkzeug lagerten und oft auch übernachteten oder wohnten. Der Name "Huthaus" leitet sich vom "Hutmann" ab, der Bezeichnung für den Grubenaufseher.

Huthaus, © Claudia Hilmbauer

Carl Ritter von Ghega Museum

Am Wiener Zentralfriedhof hat er sein eigenes Ehrengrab, in Triest ist er Ehrenbürger, er war auf dem Gesicht der 20-Schilling-Note 1966 abgedruckt, mehrere Straßen wurden nach ihm benannt, es gibt eine Sonderbriefmarke mit seinem Konterfei und in Breitenstein am Semmering hat er sein eigenes Museum: Die Rede ist von Carl Ritter von Ghega.

Wohl kein anderer Mann hat sich so verdient in Sachen Eisenbahn gemacht wie der in Venedig geborene Ghega. Als mathematischer Überflieger schloss er sein Ingenieurs- und Architekturstudium an der Universität Padua (Italien) bereits nach einem Jahr ab. Mit 17 Jahren erhielt er zusätzlich den Doktortitel für Mathematik. 1833, mit 31 Jahren, veröffentlichte er sein erstes Fachbuch. Doch auch in der Praxis war Ghega bemerkenswert. Er war Teil des Baus der Straße von Treviso nach Cortina d'Ampezzo, leitete teilweise den Bau der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn, wurde zum Leiter der südlichen Staatseisenbahn und plante die Bahnlinie von Gloggnitz über Mürzzuschlag und Graz bis nach Triest.

© Arthur Hutterer, Unsplash

Ein großes Hindernis: Der Semmering, bislang zu steil für herkömmliche Dampfloks. Ghega konstruierte flugs eine neuartige Lokomotive. Damit war die erste Gebirgsbahn der Welt erfunden. Und so ganz nebenbei entwarf Ghega auch noch das Eisenbahnnetz für die gesamte Habsburger Monarchie. Als Ghega 1860 in Wien stirbt, hinterlässt er ein eindrucksvolles Vermächtnis. Einen Überblick über sein Wirken gibt das Ghega Museum neben dem Kalte Rinne Viadukt.

Sehenswürdigkeiten rund um den Knappenhof: Viadukte

Viadukte sind ganz besondere Brücken. Obwohl es keine einheitliche Definition dafür gibt, hat man doch unwillkürlich "typische" Viadukte vor Augen. Denn meist handelt es sich um Brücken, die auf Pfeilern ruhen und sich durch mehrere Felder, meist bogenförmig, auszeichnen. Schon im Altertum kannte man diese Form der Überführungen. Erst im Zusammenhang mit dem Eisenbahnbau im frühen 19. Jahrhundert nahm ihre Bedeutung zu.

Gamperlgrabenviadukt, Von Rosso Robot - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=90665574

Entlang der Semmeringbahn passiert der Zug insgesamt 14 Viadukte. Das erste und längste von ihnen ist das Schwarza-Viadukt bei Payerbach - in einer Höhe von 25 Metern spannt es sich 276 Meter über die Schwarza. Nur das zweitlängste (182 Meter) Viadukt, aber das eindrucksvollste und bekannteste ist das Kalte-Rinne-Viadukt. Es zierte einst die Rückseite der 20-Schilling-Banknote und kann vom 20-Schilling-Blick, einem Aussichtspunkt am Wolfbergkogel gegenüber, besonders gut bestaunt werden.

Tierische Sehenswürdigkeiten rund um den Knappenhof

Familie Siwatz verwirklichte sich einen großen Traum mit ihrer Alpakazucht. Für Besuchende bieten sie geführte Alpaka-Trekking-Touren an, das ganze Jahr über. Im Hofladen offeriert man zahlreiche Alpaka-Produkte, während die Tiere auch gern für Fototermine zur Verfügung stehen. Pferdefreunde sind in der Pferdewelt Reichenau richtig. Von Ponyreiten bis hin zu Reitkursen und "Schmankerlritten" reicht das Angebot.

Schloss Reichenau

Zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten rund um den Knappenhof zählt das 1190 errichtete Schloss in Reichenau. Einst Adelssitz, ist es heute ein Kultur- und Veranstaltungszentrum. Neben wechselnden Lesungen, Ausstellungen, Performances und Events kann man sich in der Dauerausstellung "Kulturerbe Reichenau" auf eine Zeitreise durch die reiche Geschichte der Region begeben.

Unser Tipp!

Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die Sie direkt am Knappenhof erwarten, gehört auch Kunst. Werfen Sie doch gerne einen Blick in unsere Kapelle - hier ziert ein originales Werk von Virginie Bailly die Altarwand. Und auch sonst sind unsere Gäste am Knappenhof überall von Kunst umgeben.

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