Supermond am 5.11.2025
Was es mit dem Phänomen auf sich hatEs ist ein besonderes Himmelsspektakel, das uns erwartet, wenn der nächste Supermond am 5.11. über unseren Breitengraden am Himmel steht. Es handelt sich dabei nämlich um den größten Vollmond des Jahres. Wie das Phänomen zustande kommt und wo sie es besonders gut sehen können.

Wie häufig ist ein Supermond?
Den Begriff "Supermond" ersann 1979 der Astrologe Richard Nolle als Bezeichnung für jenen Vollmond oder Neumond, der sich der Erde auf kürzestmögliche Distanz nähert. Durch Nolles Definition eines Supermondes, die alle Monde einschließt, die innerhalb von 90 % des nähestmöglichen Erdabstandes liegen, sind pro Jahr zumindest vier Supermonde möglich. Im Grunde sind auch die Vollmonde in den ein bis zwei Monaten nach und vor Erreichen des erdnähesten Punktes Supermonde. In der Wissenschaft, insbesondere in der Astronomie, verzichtet man auf den Begriff "Supermond" vollständig.

Was ist ein Supermond?
Der Mond wandert in einer leicht elliptischen Bahn um die Erde. Dadurch ist sein Abstand von unserem Planeten nicht immer gleich groß. Er ist uns mal näher und dann wieder ferner. Je weiter er weg ist, desto kleiner scheint der Mond. Wenn er uns besonders nahe kommt, erscheint er natürlich auch größer. Durchschnittlich beträgt der Abstand vom Mond zur Erde ungefähr 384.400 Kilometer. Der Supermond am 5.11. ist uns 30.000 Kilometer näher als sonst, die Entfernung zur Erde ist damit relativ klein, fast so klein wie möglich. Mit bloßem Auge ist der Unterschied allerdings eigentlich nicht sichtbar. Er wirkt nur geringfügig größer. Etwa so wie eine 2-Euro-Münze nur unwesentlich mehr Umfang hat als eine 1-Euro-Münze.
Die Tatsache, dass wir den Supermond als besonders groß wahrnehmen, hat viel mit der medialen Aufmerksamkeit zu tun, die das Himmelsphänomen generiert. Denn während wir in "normalen" Vollmondnächten eher selten mit der Kamera ausrücken, um den Nachthimmel zu fotografieren, sorgen Medienberichte rund um den Supermond dafür, dass wir erst aufmerksam werden. Ein beeindruckendes Ereignis ist es dennoch - und mit der richtigen Perspektive entstehen auch außergewöhnliche Fotos.

Warum der Mond oft besonders groß wirkt
Vor allem, wenn Sie sich am Land, weit weg von Lichtverschmutzung, aufhalten, werden Sie aber bemerken: Der Supermond strahlt sehr hell. Obwohl sein Durchmesser nur 14 Prozent größer ist als normalerweise, ist seine Fläche ein Drittel größer. Besonders interessant und zum Tragen kommt außerdem die Mondtäuschung. Sie beschreibt die Tatsache, dass der Mond und die Sonne in Horizontnähe größer erscheinen, als am Himmel. Die Mittagssonne scheint also kleiner als die Sonne während des Sonnenuntergangs. Interessanterweise weiß man bis heute nicht, wodurch die Täuschung verursacht wird.
Was auf jeden Fall zur unterschiedlichen Wahrnehmung beiträgt, sind Vergleichsobjekte. Am Horizont sehen wir zum Beispiel Bäume und Berge. Auch sie spielen eine Rolle für unser Gehirn. Diese Vergleichsobjekte fehlen, wenn wir den Mond am Nachthimmel betrachten. Nähert er sich aber dem Horizont, sind plötzlich Größenverhältnisse erkennbar. Traurig, aber wahr: Viele der Mondfotos, die auf Social Media viral gegangen sind, sind leider Fälschungen. Diese müssen nicht einmal absichtlich entstanden sein: Einige Handys stehen seit Jahren in Verdacht, bei Mondfotos automatisch zu schummeln und Details hinzuzufügen, die eigentlich gar nicht da sind. KI macht die Sache natürlich noch spektakulärer.
