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Osterzopf

Rezept und Wissenswertes zum Traditionsgebäck

Goldgelb, duftend, weich: Es gibt kaum einen Ostertisch ohne ihn. Die Rede ist natürlich vom Osterzopf, jenem Hefegebäck, das so köstlich süß schmeckt und in weiten Teilen des Landes als perfekter Begleiter zum herzhaften Osterschinken gilt. Wir haben uns auf eine Spurensuche begeben und klären nicht nur auf, weshalb er in so enger Verbindung mit dem wichtigsten Fest des Christentums steht, sondern verraten auch noch ein köstliches, ganz einfaches Osterzopf Rezept.

Osterzopf, © Masha Fathi, Unsplash

Woher kommt der Osterzopf?

Alle Kulturen, die eine religiös motivierte Fastenzeit einhalten, kennen spezielle Speisen, die man zur Feier des Fastenbrechens serviert. Das süße Osterbrot, das bei uns als Pinze, Zopf oder Striezel auf den Tisch kommt, ist eng verbunden mit der österlichen Fastenzeit und deren Ende. Ihre Form mag sich unterscheiden, gemeinsam haben Osterpinze, Osterstriezel und Osterzopf aber, dass ihr Hauptbestandteil ein süßer Germteig ist. In vielen Familien wird das genaue Rezept von Generationen zu Generationen weitergegeben. Mal mit Rosinen, mal ohne, mal mit Hagelzucker, mal mit Zuckerguss, Nuss- oder Mohnfüllung: Im Grunde lässt sich das Rezept nach Lust und Laune verfeinern.

Die Form allerdings ist keineswegs zufällig gewählt. So bestehen der Osterzopf und Osterstriezel in der Regel aus drei miteinander verflochtenen Teigsträngen. Diese sollen angeblich die Heilige Dreifaltigkeit – Vater, Sohn und Heiliger Geist – symbolisieren. Angeblich enthielt das Osterzopf Rezept ursprünglich immer Früchte, schon im Mittelalter. Sie sollten Hoffnung auf ein fruchtbares Jahr symbolisieren. Heute sind Unterschiede vor allem regionaler Natur. Aber auch auf die Flechttechnik kommt es an.

Hefezopf, © Pixabay

Striezel, Pinze oder Osterzopf: Bedeutung erklärt

Wer besonders geschickt ist, kann nämlich mehr als nur drei Teigstränge verwenden und so einen aufwändig aussehenden Striezel backen. Verbindet man nach dem Flechten des Zopfes die Enden miteinander, entsteht ein Kranz. Der Überlieferung nach handelt es sich wegen seiner runden Form dabei um ein Symbol für die Sonne. Weil Jesus für gläubige Christen auch "das Licht der Welt" ist, ehrt man seine Auferstehung und Bedeutung damit auch auf symbolischer Ebene.

Die Osterpinze, bei der es sich um ein einzelnes, kleineres Gebäckstück handelt, besteht ebenfalls aus süßem Germteig. Sie kommt ursprünglich aus dem Veneto und dem Friaul und war dort eigentlich vor allem während der Weihnachtszeit auf den Festtagstischen zu finden. Während sie weiter in den Norden bis zu uns wanderte, verlagerte sich auch ihre "Hochsaison". Fortan galt sie als typische Osterspeise. Ebenso wie den Osterschinken oder den Osterstriezel isst man sie in gläubigen Familien erst, nachdem sie am Karsamstag im Rahmen der Speisenweihe geweiht wurden.

Hefezopf, © Pixabay

Einfaches Osterzopf-Rezept

Immer, wenn man mit Germteig arbeitet, sind Wärme und Geduld wichtige Zutaten für das Gelingen des Gebäcks. Nehmen Sie sich deshalb etwas mehr Zeit, wenn Sie einen Osterzopf backen möchten und rechnen Sie die Zeit mit ein, die der Teig zum Ruhen braucht.

Zutaten für 1 Striezel

  • 175 ml Milch
  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Germ
  • 100 g Zucker
  • 80 g Butter
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • Abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 1 Ei
  • 1 Eiweiß - Eigelb zum Bestreichen aufheben
  • wahlweise 80 g Rosinen
  • 1 EL Milch
  • Hagelzucker
  • wahlweise Mandelplättchen

Drei Patisserie Stücke in Nahaufnahme im Hotel & Restaurant Knappenhof

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am Knappenhof

Kräftige Grießnockerlsuppe
Drei gedeckte Frühstückstische im Hotel & Restaurant Knappenhof innen
Gedeckter Frühstückstisch draußen beim Hotel & Restaurant Knappenhof

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Zubereitung:

  1. Erwärmen Sie 175 ml Milch in einem kleinen Topf. Sie soll lauwarm, nicht heiß werden.
  2. Geben Sie Mehl in eine Schüssel. Bröckeln Sie die Hefe in eine Vertiefung in der Mitte des Mehles. Etwas von der lauwarmen Milch und 1 Teelöffel Zucker hinzufügen. Vorsichtig umrühren. Eine Viertelstunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.
  3. In der übrigen warmen Milch 80 g Butter zergehen lassen.
  4. Den restlichen Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale, Ei und Eiweiß zum Vorteig hinzufügen.
  5. Mit dem Knethaken zu einem glatten Teig kneten. Zuletzt die Rosinen hinzufügen.
  6. Den Teig an einem warmen Ort mit einem Baumwolltuch bedeckt gehen lassen, bis er sich aufgebläht hat.
  7. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmal durchkneten, in 3 gleichgroße Stücke teilen und Stränge daraus formen.
  8. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech einen Zopf flechten. Nochmal gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.
  9. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (160 °C Heißluft).
  10. Eigelb und Milch verquirlen, den Zopf bestreichen und mit Hagelzucker und Mandeln bestreuen.
  11. Auf einer unteren Schiene ca. 30 Min. backen

Aus derselben Masse kann man auch Pinzen oder etwa 5 kleinere Osterstriezel formen. Gewürze, zum Beispiel etwas Vanille oder Zimt, geben dem Hefegebäck eine besondere, individuelle Note.

Patisserie Lemon Tarte i, Hotel & Restaurant Knappenhof nahaufnahme

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