Die Geschichte des Telefons
und was Reichenau an der Rax damit zu tun hatWas heute in jeder Hosentasche zu finden ist, war einst eine Sensation: die Rede ist vom Telefon. Erfunden und patententiert vor genau 150 Jahren durch den gebürtigen Schotten Alexander Graham Bell, legte es den Grundstein für die moderne Telekommunikation. Handys und Smartphones wären ohne den Erfinder und Sprachtherapeuten undenkbar. Was viele Menschen nicht wissen: die österreichische Geschichte des Telefons ist eng mit Reichenau an der Rax verbunden. Eine Spurensuche.

Wer hat das Telefon wirklich erfunden?
Alexander Graham Bell kam aus einer audiophilen Erfinder-Familie. Sein Vater war beispielsweise der Erfinder des ersten universalen phonetischen Schriftsystems, also der Lautschrift. Seine Mutter unterrichtete ihn zunächst selbst, obwohl sie gehörlos war. Nach seiner Karriere auf Privatschulen wurde Bell selbst Lehrer, im zarten Alter von 17 Jahren. Es sollte eine Laufbahn als Dozent an der Universität und als Sprachlehrer für gehörlose Kinder folgen. Selbst, als Alexander mit seinen Eltern nach Kanada übersiedelte, blieb die Passion fürs Unterrichten. Gleichzeitig tüftelte er aber auch an einem Gerät, das Schallvibrationen aufzeichnen sollte. Bis heute ist er als Erfinder des Telefons bekannt. Dabei entwickelte Bell nur den bereits in den 1830er entwickelten "Telettrofono" des italienischen Erfinders Antonio Meucci weiter, nachdem er auf dessen Unterlagen gestoßen war. Meucci hatte seine Erfindung nie zum Patent angemeldet, zeitlebens erhielt er weder Anerkennung noch finanzielle Entschädigung.

Es war aber nicht Meuccis Vorarbeit allein, die Bell nutzte. Er bekam ein funktionstüchtiges "Telephon" des deutschen Physikers Philipp Reis in die Hände. Der hatte sein Gerät bereits 1861 präsentiert, mit der Übertragung des legendären Satzes "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat".Für sein Telefon bediente sich Bell außerdem an den Unterlagen von Elisha Gray, einem Lehrer, Erfinder und Unternehmer, der seinen Patentantrag nur zwei Stunden nach Bell einreichte. Grays Fernsprecher funktionierte, Bells nicht. Warum gilt aber Bell als Erfinder des Telefons?
Die Bell Telephone Company
Bell hatte sich zwar großzügig bei anderen bedient, er war aber auch ein Marketing-Genie und eben der schnellere. Er führte sein System zur Marktreife und entwickelte im Grunde die erste massentaugliche Variante eines Telefons. Der erste Anruf über ein Bell-Telefon ging an Bells Assistenten Thomas Watson, am 10. März 1876. Der Inhalt war praktischer Natur: "Mr. Watson, kommen Sie her, ich möchte Sie sehen!" In schicken Kreisen wurden schnell private Telefone installiert, in Österreich war ein Vorreiter der Textilfabrikant Otto Hämmerle. Er ließ sein Privathaus mit seiner Fabrik verbinden.
Im Sommer 1887 nahm man schließlich das erste staatliche Telefonnetz in Österreich in Auftrag. Es ging in Reichenau an der Rax in Betrieb. Doch warum ausgerechnet hier? Wahrscheinlich, weil es sich im 19. Jahrhundert um die exklusivste Urlaubsadresse des Kaiserhauses und der Wiener Aristokratie handelte. Als Telefonzentrale wählte man das k. u. k. Post- und Telegraphenamt in Reichenau. Daran schloss man nicht nur umliegende Postämter an, sondern auch die Berggasthöfe der Region. Das Gebäude, an dem einst der Startschuss für die Telekommunikation in Österreich erfolgte, gibt es heute nicht mehr. Es wich der Filiale einer Supermarktkette.

Fotomotive
rund um den Knappenhof



Das Smartphone und der Knappenhof
Über einen Festnetzanschluss, also ein traditionelles Telefon, verfügen heute wohl die wenigsten unserer Gäste. Was aber alle mit dabei haben, ist das Smartphone. Wir verstehen, wenn es schwerfällt, das in der Tasche zu lassen und sich in Digital Detox zu üben. Schließlich sind der Knappenhof und die umliegende Natur einfach viel zu schön, um nicht fotografiert und geteilt zu werden. Zu den beliebtesten Fotomotiven in unserem Boutiquehotel in der Nähe von Wien gehören unsere beiden Schafe und die Aussicht von der Terrasse übers Tal.
Mindestens genauso pittoresk präsentiert sich das Hotel inmitten der Blumenwiese, wie es sich vor dem strahlend blauen Himmel abhebt. Die einzigartigen Zimmer und Suiten, die außergewöhnliche Rezeption und der von Bäumen umstandene Pool müssen natürlich auch für die Ewigkeit festgehalten werden. Wer aktiv werden möchte und sich direkt hinter dem Hotel auf den Törlweg Richtung Ottohaus begibt, hat unterwegs die Gelegenheit, wunderschöne Ausblicke, blühenden Enzian und idyllische Waldwege zu fotografieren.



