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Das Mauswiesel

Tier des Jahres 2026

Es ist gerade mal 25 Zentimeter lang und wiegt 250 Gramm – und dennoch ist es in der österreichischen Tierwelt ganz groß: Die Rede ist vom Mauswiesel. Das kleinste Raubtier der Welt ist in Österreich Tier des Jahres 2026. Grund genug, sich auf seine Spur zu begeben.

Jerzy Strzelecki, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons

Flink, putzig und mit Mardern verwandt

Es gibt viele Lebensräume, die sich das Mauswiesel (Mustela nivalis) als Heimat ausgesucht hat. Das kleine, anpassungsfähige Lebewesen kommt in Europa, Nordafrika, Nordamerika, Japan, China, Afrika und dem gesamten Mittelmeerraum vor. Auch im Gebiet rund um die Rax ist es anzutreffen. Einzig Irland, Island und die arktische Insel meidet der flinke Räuber. Am liebsten mag es Waldränder, Wiesen und Weiden. Kein Wunder also, dass das Mauswiesel auch rund um die Rax häufig anzutreffen ist. Nur auf Höhen über 3000 Meter, in tiefen Wäldern und Wüsten fühlt es sich nicht besonders wohl.

Wer ein Mauswiesel sehen oder gar vor die Kamera bekommen möchte, braucht Geschick und Geduld. Sie sind hauptsächlich am Tag oder in der Dämmerung anzutreffen. In der Nacht zieht es sich meistens zurück. Lichte Wälder mit Gebüschen und Bäume, Fels- und Mauerspalten, die ausreichend Deckung bieten, liebt es sehr. Baumwurzeln und Steinhaufen kommen aber ebenso in Frage wie der freche Einzug in Bauten von anderen Tieren.

© Upsampler

Spannendes Tier des Jahres 2026

Weil sie Geschwindigkeiten von bis zu 13 km/h erreichen können, muss man den Finger schnell am Auslöser der Kamera haben. Denn einmal geblinzelt, schon sind die Verwandten des Marders weg. Zwar bleiben die Tiere ihrer Umgebung sehr treu, aber das ist auch gar nicht so schwer. Schließlich beanspruchen Männchen bis zu 50 Hektar große Reviere für sich. Noch schwieriger wird es in schneereichen Regionen. Das Mauswiesel kann sich ein weißes Winterfell überstreifen, um so im Schnee fast unsichtbar zu werden. In Österreich kommt das vor allem in den Nockbergen vor. Die Mauswiesel rund um die Rax bleiben in der Regel bei ihrem braunen Ganzjahresfell mit hellem Bauch.

Weil Mauswiesel sehr schnelle Raubtiere sind, haben sie einen hohen Grundumsatz. Sie müssen daher besonders viel Nahrung zu sich nehmen, um diesen zu decken. Dabei ist es ein reiner Fleischfresser. Nagetiere wie Feld- und Wühlmäuse, Vögel, Insekten, Eidechsen und sogar Hasen und Ratten können auf ihrem Speiseplan stehen. Selbst müssen sie sich in Acht vor Greifvögeln, Eulen, Füchsen und Hermelinen nehmen, um ihr maximales Alter von etwa fünf Jahren in freier Wildbahn zu erreichen.

Das Habsburghaus auf der Rax

Ist das Mauswiesel gefährlich?

Ganz oben auf dem Speiseplan des Mauswiesels stehen Köstlichkeiten, die der Mensch eher als Schädlinge einstuft. Man denke zum Beispiel an Ratten. Es gibt daher keinen Grund, das putzige Tierchen zu jagen. Es zählt nicht als gefährdet, obwohl man es so selten sieht. Der Grund ist eher, dass es sehr scheu ist. Früher hielten abergläubische Menschen das Mauswiesel für Unglücksboten. Ihr Warnruf, eine Art Fauchen, hielt man für den Ausdruck dämonischer Besessenheit. In Deutschland ist das Mauswiesel seit 2013 geschützt. Auch in Tirol, Vorarlberg, Oberösterreich, Salzburg und in Kärnten gilt ein ganzjähriges Jagdverbot, während es in der Steiermark nur vier Monate pro Jahr unter Schutz steht. In Wien, Niederösterreich und im Burgenland steht es nicht unter Schutz. Um auf die Gefährdung einzelner Arten aufmerksam zu machen, organisiert der Naturschutzbund in Österreich jedes Jahr die Wahl zur Art des Jahres. Im Jahr 2026 machte das Mauswiesel das Rennen. Es gewann gegen den Rothirsch und das Alpenmurmeltier.

Unser Tipp!

Übrigens: Als Pflanze des Jahres identifizierten Naturschutzbund, Flora Austria und die Universität Wien die Wiesen-Glockenblume. Auch sie ist rund um den Knappenhof zu finden. Sie blüht im Mai und im Juni, manchmal sogar auch deutlich länger. Wie wäre es, wenn Sie schon jetzt Ihren Urlaub im Frühling am Knappenhof buchen? Dann können Sie sich auf zu ausgiebigen Wanderungen in der Natur machen. Und mit etwas Glück treffen Sie unterwegs auf Wiesen-Glockenblumen oder sogar ein Mauswiesel.

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