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Brauchtum Räuchern

Tradition zur Weihnachtszeit

Vor allem in den Alpenregionen, etwa in Tirol, in Kärnten und in der Steiermark, aber auch in anderen Gebieten Österreichs, in Deutschland und sogar in Nordamerika kennt man das Brauchtum Räuchern. Hierzulande ist es eng verknüpft mit den sogenannten Raunächten im Winter.

Räuchern, © andrea_lr16, Pixabay

Was sind Raunächte?

Schon seit der frühen Neuzeit nutzt man bestimmte Nächte im Jahr, um das Böse zu vertreiben, um Voraussagen zu treffen oder um vermeintlich die Weichen für das kommende Jahr zu stellen. In vielen Kulturkreisen nutzt man dafür die Zeit zwischen Weihnachten und Heilige Drei Könige am 6. Januar. Wie so oft im Volksglauben variieren genaue Daten und auch die damit einhergehenden Bräuche von Region zu Region teilweise sehr stark. Einig ist man sich aber überwiegend, wenn es um die vier wichtigsten Raunächte geht: So rechnet man die Nacht vom 20. auf den 21. Dezember (Thomasnacht), die Nacht von 24. auf 25. Januar (Heiliger Abend), jene von 31. Dezember auf 1. Januar (Silvester) und von 5. auf 6. Januar (Dreikönigstag) hinzu.

Wichtiger Bestandteil des Brauchtums rund um die Raunächte ist vielenorts das Räuchern. Mit dem Rauch von Kräutern wie Salbei, Rosmarin, Thymian und Lavendel, sowie von Harzen wie Weihrauch und Myrrhe sollen böse Geister vertrieben werden. Man reinigt das Haus und die Wohnung von bösen Schwingungen, möchte schlechte Energien vertreiben und alles loswerden, was energetischen Ballast darstellt. Darum ist es auch wichtig, in der Zeit "zwischen den Jahren", keine Wäsche hängen zu haben. Dem Volksglauben nach verheddern sich nämlich fliehende Geister in der Wäsche und bleiben dann erst recht im Haus oder in der Wohnung hängen.

Herzlbaum

Was braucht man zum Räuchern?

Das Räucher-Ritual kann man relativ einfach zuhause durchführen. Alles, was es braucht, ist ein hitzebeständiger Topf mit Stiel, Räucherkohle, etwas Sand und eine Räuchermischung. Salbei und Beifuß nimmt man für Neuanfänge, Lavendel und Kamille zur Beruhigung, Fichtenharz für neue Räume. Fertige Räuchermischungen sind allerdings ebenfalls eine gute Option. Sie enthalten in der Regel Weihrauch, Myrrhe, Hölzer, Blüten und Kräuter. Sie verströmen beim Abbrennen den typischen Weihnachtsduft und eignen sich gut für allgemeine Reinigungen.

Damit die gewünschte Rauchentwicklung einsetzt, sind ein paar Tipps hilfreich: Füllen Sie Sand in einen Topf mit Stiel. Legen Sie die Kohle auf den Sand und zünden Sie diese an. Wenn die Kohle weiß glüht, legen Sie das Räucherwerk in kleiner Menge auf die Kohle. Es kommt zum Verglühen, wodurch Rauch entsteht. In ihm befinden sich ätherische Öle, Harze und andere Duftstoffe. Am einfachsten gelingt die Übung übrigens mit speziellen Räucherstövchen oder -Pfannen.

© Leo_65, Pixabay

Räuchern wie damals

Nicht nur jede Region, sondern auch jede Familie hat ihre eigenen Traditionen und Gepflogenheiten rund um das Räuchern. In Niederösterreich ist es in manchen Gegenden zum Beispiel verbreitet, am Heiligen Abend vor der Bescherung mit der Räucherpfanne von Raum zu Raum zu gehen und mit dem Rauch ein Kreuz anzudeuten. Zusätzlich versieht man jeden Raum mit drei Kreuzen durch einen weihwassergetränkten Tannenzweig. Oft wird ein kleines Gebet gesprochen.

Kaminfeuer

Unser Tipp!

Viel Brauchtum erleben Gäste auch während der zauberhaften Adventszeit am Knappenhof. Unsere Eisstockbahn ist längst schon zu einem Hotspot der Vorweihnachtszeit geworden. Und auch die stimmungsvolle Beleuchtung, die hausgemachten Kekse und ruhige Momente vor dem Kamin laden dazu ein, den Advent mit allen Sinnen zu erleben. Gönnen Sie sich diese Auszeit am Fuße der Rax, nur eine Stunde von Wien entfernt.

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